Rhee Francesca

Rhee Francesca und Kim Il Sungs Haus

Auf einem Besuch zur Ostküste Koreas dachten wir es wäre ganz spannend, das Urlaubshaus des Kim  Il Sung (der Großvater des jetzigen Nordkoreanischen Diktators) zu besichtigen. Dieses ist nämlich nach der Spaltung des Landes auf die Südliche Seite des Landes geraten.
Wie das so außerhalb von Seoul sein kann, waren nicht alle Schilder auf Englisch übersetzt. So kamen wir eher zufälligerweise beim Nachbar Haus: das Ferien Haus des ersten Südkoreanischen Präsident Rhee Syng-Man. Das Haus liegt ganz schön am Rande einer Lagune unweit vom Meer. So viel gab es darin nicht zu sehen, aber da saßen zwei Waxfiguren, die meine Aufmerksamkeit sofort erregten. Es waren das Präsidenten Paar. Und da schaue ich genau hin und denke mir, dass die Dame zwar die koreanische Tracht trägt aber sonst gar nicht koreanisch aussieht. Mit meine Grundkenntnisse entziffere ich einen Wort auf dem dazu passendem Schild: Franscesca Donner!

Waxfigur: Rhee Francesca und Rhee Syng-Man

Waxfigur: Rhee Francesca und Rhee Syng-Man

Wer hätte das gedacht, es stellte sich fest, dass die erste First Lady Südkoreas eine gebürtige Wienerin gewesen ist! Ihr Mann Rhee Syng-man war von 1948 bis 1960 an die Macht.
Die Welt ist doch so klein! Wer mehr dazu wissen möchte bitte liest das hier, es ist sehr Spannend:
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Franziska_Donner
http://www.youtube.com/watch?v=-9RiipnQFMI

Rhee Francesca, eine Koreanerin aus Wien

Rhee Francesca, eine Koreanerin aus Wien

Nach so viel Überraschung und eine sehr schnelle Besichtigung (weil alle Schilder nur auf Koreanisch waren) haben wir dann doch das Haus des Diktators gefunden. Sehr schön gelegen mit Sicht auf einer Lagune und auf die andere Seite das Ost Meer. Der Inhalt des Hauses war auch nicht mehr so wie früher: eine Expo mit gaaaaaaanz viele Erklärungen… auf Koreanisch.

Ferienhaus des Kim Il Sungs

Ferienhaus des Kim Il Sungs

Tja, mein liebes Handy teilte mir folgendes mit: der Architekt des Hauses war ein deutscher!
Kim Il Sung (der erste Diktator Nordkoreas) übernahm das Haus nach dem zweiten Weltkrieg. So verbrachte mal sein Sohn Kim Jong Il (der noch ein kleines Kind war) möglicherweise einige Urlaubstage dort. Als das Land geteilt wurde war das Haus leider auf die falsche Seite der Grenze… und wurde zum Museum.
http://www.youtube.com/watch?v=yUkrRnBwaf8

Das Ferienhaus liegt so schön zwischen Lagune und Meer

Das Ferienhaus liegt so schön zwischen Lagune und Meer

Inwangsan

Der Weg ist staubig, trocken und steil. Die Forsythien sind in voller Blüte und die Pinien Bäume immer noch so grün. Die Sonne strahlt mitten im schönen blauen Himmel. Und doch ist es kühl, ich denke es liegt am eiskalten Wind der gerade so heftig weht. Man könnte denken wir wandern gerade auf das Landesinnere in die französische Provence an einen frischen Frühlingsmorgen. Tja, es ist Frühling aber mitten in der Stadt Seoul! Eine Megalopole in der wandern in der puren  Natur möglich ist!

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Bibimbap bei Hyundai

Nun sitz ich da im Untergeschoß des „Hyundai department store“ (falls ihr kein Restaurant findet, ist das Untergeschoß der großen Einkaufshäuser eine gute Alternative. Diese ganze Etage ist voll mit Schnellimbisse und viele tolle Sachen zu essen).
Ich sagte also, „Nun sitz ich da im Untergeschoß des „Hyundai department store“. In eine Hand das Handy, in der andere ein Löffel. Mir kommt schon der Schweiß auf die Stirn. Mir wird warm und meine Nase denkt wieder mal sie müsse den Forrest nachmachen. Die ideale Lösung zu diesem Problem habe ich noch nicht gefunden, die Nase macht eh nur was sie will. So kämpfe ich zwischen die Europäische Art (mit Taschentuch) und die Koreanische (ohne)…
Um genauer zu sein bin ich dabei einen sehr guten und scharfen Bibimpa zu essen. An dem großen Tisch bin ich die einzige Ausländerin. Aber ich denke, ich fall kaum auf. Nämlich bin ich genau wie alle andere am Tisch: extrem damit beschäftigt mit dem Handy zu spielen (und zwar diesen Text zu schreiben). Ach ja, die moderne Gesellschaft!

Bibimbap bei Hyundai

Bibimbap bei Hyundai

Bibimbap ist Reis (bap) gemischt mit allem möglichen Gemüse, Fleisch oder Fisch und was nicht fehlen darf: die Chili Sauce. Das alles wird in einer Tonschale serviert die zuvor direkt auf dem Herd erhitzt wurde. Wenn es also richtig gemacht wurde zischt sogar der noch kochende Reis während des Essens! Kurz nach dem Servieren muss man selbst das ganze zusammen mischen. Sieht nun weniger schick aus, schmeckt trotzdem lecker. Anders als andere Gerichte  ist es super für diejenigen die nicht die Kunst des Mi-den-stäbchen-essen beherrschen: man muss es mit dem Löffel genießen!
Nun bin ich mit dem Essen fertig. Vom Kimchi ist noch etwas übrig: der ist mir doch zu scharf. Die Putzfrau steht schon in unmittelbarer Nähe, mit den Lappen in der Hand, einsatzbereit, wartet nur dass ich aufstehe! Ich glaub ich gehe jetzt mal!

Alles gute zu Seollal

Das erste Mal das ich es sah, dachte ich schon: die Koreaner übertreiben.
Mir schien es schon lange so, dass hier die Verpackung manchmal wichtiger ist als der Inhalt. Vieles wird doppelt und dreifach verpackt. Am besten Bunt, mit Schleife und dann noch in einer Schicken Tragetasche gesteckt. Na gut. – als ich also sah, dass nun Äpfel, Thunfisch, Öl, Shampoo und weitere Lebensmittel in großen goldenen Kisten verpackt waren dachte ich nun mal, es sei übertrieben… Bis ich den Praktischen Hintergrund verstand. Hier wird an den Festen kein unnötiges Zeug geschenkt, dass keiner braucht. Nein, eine große Packung Shampoo oder vier Liter Olivenöl tun es auch. Damit das ganze feierlich aussieht wird es nun schön verpackt.

Am 10. Februar war es soweit: Seollal, das Mond Neujahr war endlich da. Einige Tagen zuvor standen die Geschenke in den Läden bereit. Am Freitag war der Überdimensionalen Verkehrschaos: denn viele fuhren außerhalb Seoul zu ihre Familien.

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Seoul – Dongdaemun 2

Stoff und Wolle kaufen – Teil 2

An einem anderen Tag entschied ich mich und eine Freundin ganz spontan nach Wolle zu suchen. Da gingen wir natürlich wieder zum Dongdaemun Markt.

Im Untergeschoss einer der vielen Gebäude wurden wir fündig. Hier sind die viele Stände, einer nach der andere mit Wolle vollgepackt. Der Unterschied zur Stoffabteilung: hier stehen die Verkäufer/Verkäuferinnen, unterhalten sich laut und fröhlich mit dem Nachbarstand, schauen nach den Kunden und stricken während dessen ununterbrochen! Mir viel schnell auf, dass in einige dieser kleinen Stände, mehrere Leute saßen und strickten. Warum auch nicht.

Auf einmal fiel mir einen sehr hübschen rosa Schall mit Mütze ins Auge. Da musste ich einfach mein bestes koreanisch ausrücken:
„Olmayeyo?“ (Wie viel kostet das?)
„Pisayo!“ (zu teuer!) sagt die Verkäuferin.

Eine Verkäuferin die zu teuer sagt? Tja. Da, da suchte sie der Taschenrechner aus (habe ich schon erwähnt, dass ein Taschenrechner eine Supersache ist, wenn man Zahlen nicht aussprechen/verstehen kann), und tippte: 105.000 Won ein. Das sind circa 75 Euro.

Okay gut. So schnell ließ ich mich nicht entmutigen. Mit Hände und Füßen gab ich zu verstehen, dass sie mir doch bitte den Preis der dazu passende Wolle geben sollte. Der war eher in meinem Budget und so dachte ich, das kann ich ja selber machen. Nur fehlte noch eines: diesen Muster kannte ich nicht.

Halleluja, mein Handy war da: wie sagt man „Erklärung“ auf Koreanisch, fragte ich dem Lexikon nach. So zeigte ich diese Übersetzung der Verkäuferin. Sie war davon wenig beeindruckt, packte meine frisch gekaufte Wolle aus und fing an zu stricken!

Genau, so läuft das hier: Learning by doing. Nun stand ich fast 40 Minuten bei der Dame (sie ließ mich nicht weggehen solange ich es nicht richtig verstanden hatte), meine Freundin filmte das ganze (damit ich auch zu hause noch nachschauen konnte), und ich lernte wie diesen Muster zu stricken war.

Unglaublich aber war: ich habe es sogar geschafft. Nach circa 4 Tage war der Schall fertig!
(Die Mütze ohne Erklärung schon eine andere Kategorie… vielleicht gehe ich wieder hin und frag mal nach!)

Harley in Korea

So macht Polizist sein bestimmt mehr Spaß!

So macht Polizist sein bestimmt mehr Spaß!

Hier ist mal einen Eintrag für meinen Vater und alle Kabular die vielleicht nach einen Job suchen sollten:

in Andong würden sie bestimmt Ihre Freude haben!

K-Pop

Also heute Abend habe ich mich getraut das Fernseher anzuschalten. Noch haben wir nur drei Kanäle, ausschließlich auf koreanisch, heute gab es eine Sendung mit K-Pop. (K-Pop steht für Korean-Pop Mucic…) Das ist natürlich so ein Phänomen.

Da singen und tanzen 3 bis (geschätzte) 10 Junge oder Mädchen zusammen.
Sie sehen alle aus wie 17 Maximum 20… Okay ich muss schon zugeben, Koreaner sehen immer jung aus. Mit 40 sehen sie manchmal wie 25! Zu mindestens ist das mein Gefühl und ich mach mir total schwer einzuschätzen wie alt sie sind.

Sexy Band

Also sind diese Sänger alle jung, sehr schlank und eine(r) sieht besser als die andere(r) aus (okay, wenn man so jung ist, ist man noch hübsch… aber hier wird immer öfter mit Schönheits-OP nachgeholfen).

Die Lieder sind auf koreanisch aber in jedes Lied, das ich bis jetzt gehört, habe waren immer 4 oder 5 Wörter auf englisch… Meistens habe ich diese nur richtig verstehen können, weil auf dem Bildschirm der Text gleichzeitig lief. (ja gut, die Aussprache lässt zu wünschen, aberr ich abe auch proleme mit englichö aussprachö).
Wie ich schon mal sagte, sind meine musikalische Kenntnisse relativ beschränkt… So hatte ich das Gefühl das beim K-Pop nicht unbedingt das musikalisches Talent/Gesang so wichtig ist. Die Bands sehen dafür sehr sexy aus, tragen die schrillsten Outfits (da sind wir in Europa im Vergleich sehr einfallslos) und eins muss man Ihnen lassen: sie können super Tanzen, allein oder synchron ist egal sie haben es einfach drauf! Da sieht sogar Britney Spears fast schon ruhig aus!

Oh ja was nicht zu vergessen ist: in dieser Sendung waren immer junge hysterische Fans zu hören! Gut, vielleicht gibt es diese Fan-Gekreische in Frankreich Schrille Bandoder Deutschland auch… Da ich diese Art Sendung so selten schaue, weiß ich es nicht mehr. Was allerdings in Korea sicher ist: diese K-Pop Bands sind hier sehr erfolgreich und die Fans sind verrückt nach Ihnen! Schauen wir mal ob ich auch so weit komme 🙂

Doch da scheine ich wirklich nicht mehr ganz im Trend zu sein! Beim surfen auf dem Internet, oder genauer gesagt im Wiki fand ich, dass K-Pop in Frankreich und Deutschland bei den Jugendlichen auch im Trend ist! Oh je, nun bin ich schon so alt, dass ich es so wenig mitbekommen 🙂

Hier einen aktuellen Artikel aus der Berliner Zeitung:
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/b-e-a-s-t—schoen-frisiert-und-wohlerzogen,10809148,11610354.html

Oder aus dem Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/K-Pop

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