Mungyeong Traditional Chasabal Festival

Der erste Mai war nicht ganz offizieller Feiertag doch hatte Johannes frei. So nutzten wir diese Gelegenheit um aus Seoul rauszukommen. So gingen wir mit Freunde zu einem Teeschalen (Chasabal) Festival , der auf dem Set einer Fernsehserie innerhalb des Mungyeongsaejae-Parks  stattgefunden hat (152 km östlich von Seoul)

Die Lage war einfach ein Traum. Im 15. Jahrhundert lag dort der Hauptweg, der von dieser Gegend nach dem heutigen Seoul führte. So mussten alle Gelehrte, die zur staatlichen Prüfung nach Seoul gehen mussten, diesen Weg nehmen.Das nachgebaute Mittelalterliches Dorf bringt einem wirklich in die Vergangenheit. In jedem Haus war ein Künstler/Töpfer der seine Teeschalen und weiteres Teezubehör schön vorführte.

Als großer Tee Fan, bin ich natürlich auch ganz begeistert von der passenden Keramik. Hier gab es eine unglaubliche Auswahl von sehr schönen Stücken. Ich hätte am liebsten den ganzen Tag ganz viel gekauft, hab mich wirklich zurückhalten müssen! Na ja, bin nicht mit leeren Händen weggekommen und bin total happy!

Der Tag war sehr schön und die Hanoks (traditionelle  Häuser) hatten alle Fenster und Türen für die Besucher aufgemacht. So war die Stimmung ganz angenehm und als es anfing zu regnen ließen wir uns mehrmals Tee servieren. Die ganz netten Damen saßen, sehr hübsch und Stolz in Ihre Hanboks (Tracht), auf dem Boden, hinter niedrige Tische.  Mit fast einem Jahr Übung schaffe ich es jetzt auch länger im Schneidersitz zu bleiben! Es war warm, der Tee schmeckte und hinter uns regnete es leicht…

Ganz schöne Stimmung. Ich war total im meinem Element! Es war nur so schade, dass hier fast keiner Englisch sprach.

3D Menus in Korea

3D Menüs in Korea

Wie wählt man am besten die Speisen, die man im Restaurant bestellen möchte?

Bis jetzt hätte ich gesagt, man schaut ganz einfach auf das Menü, das auf dem Tisch steht oder das die Bedienung uns in die Hand gedrückt hat. Eine schön geschriebene Zusammenfassung der Auswahl steht auf ein Blatt Papier oder wurde in ein kleines Heft zusammen gebunden. Wenn der Tourist glück hat, gibt es eine englische Variante und sonst muss er mit der deutschen oder französischen klar kommen. So ist es zu mindestens in Frankreich, Deutschland oder Österreich.

Mit der Fremdsprache ist es in Korea auch nicht anders. Die Menüs im klassischen Sinn sind oft auf Koreanisch. Aber, wer  hätte das gedacht, kann es hier leicht anders sein (und soweit ich es selber mitbekommen habe auch in China und Japan). Menüs gibt es in verschiedene Varianten:

1/ die geschriebene Menüs wie in Europa in einem Heft zusammengefasst oder auch auf die Wände des Restaurants plakatiert.

2/ Fotos der Speisen werden im Menü Heft, auf die Wände oder am besten noch in die Vitrine abgebildet. 3/ Was mich am meisten inspiriert:  die 3D Menüs! Es werden tatsächlich Plastik Kopien der Speisen in den Vitrinen gestellt! Und diese sehen oft besonders realistisch aus. (manchmal sehen die sogar leckerer aus, als die Speise die letztendlich serviert werden) Sie sind besonders cool wenn man die Karten auf Koreanisch nicht lesen/verstehen kann!

Wenn ich mir den Name der Speise nicht merken kann mache ich schnell ein Foto der 3D Speise die ich haben möchte, zeige es der Bedienung und so klappt die Bestellung akzentfrei und problemlos!! Da ich nun total Smartphone abhängig bin geht das Photographien auch schnell!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Inwangsan

Der Weg ist staubig, trocken und steil. Die Forsythien sind in voller Blüte und die Pinien Bäume immer noch so grün. Die Sonne strahlt mitten im schönen blauen Himmel. Und doch ist es kühl, ich denke es liegt am eiskalten Wind der gerade so heftig weht. Man könnte denken wir wandern gerade auf das Landesinnere in die französische Provence an einen frischen Frühlingsmorgen. Tja, es ist Frühling aber mitten in der Stadt Seoul! Eine Megalopole in der wandern in der puren  Natur möglich ist!

Mehr

Vinari

Manche würden bestimmt sagen es ist zu laut und sie würden dadurch nur taub werden. Was soll ich sagen, möglicherweise sind meine Ohren nicht sehr delikat, denn ich finde die koreanische Trommel einfach toll. Ja es kann laut werden aber das finde ich gerade so schön, wenn mehrere Künstler perfekt synchron spielen können und der ganze Raum vibriert! Da kriege ich richtig Gänsehaut!

So entschied ich mich mit Johannes und meiner Cousine vor kurz mal wieder einen Non-Verbale Show (ohne Text, kann also ein Konzert oder ein Theater Stück wo sehr wenig gesprochen wird) zu besuchen. Ich entschied mich für Vinari, eine moderne Show mit viel trommeln.

Nach fast ein Jahr in Korea hatte ich sogar den Mut die Karten telefonisch zu bestellen. Das Telefonat dauerte zwar ein wenig länger als geplant (nach 10-mal Stefanie auf Englisch  buchstabieren, wusste ich selber die englischen Buchstaben nicht mehr und geriet total durcheinander… ich bin nicht sicher, ob die Dame diese Buchstaben selber so genau wusste).

Aber es klappte doch! Und das schönste: als ich zum Schalter kam, um meine Karten abzuholen, war es in etwa so:

Stefanie: Hallo, ich möchte meine Karten für Vinari abholen.
Dame am Schalter: Oh! Sie sind Stefanie!
Stefanie: ….. euh, ja!
(ich wusste nicht, dass ich schon so berühmt hier bin)

Vinari, eine coole Trommel Show

Vinari, eine coole Trommel Show

 Die Show war ganz toll. Das Publikum durfte viel mitklatschen und mitmachen. Die Händen taten irgendwann mal sogar weh, aber egal die Stimmung war schön! Es war sehr lustig und die kleine Gruppe an Musikanten und Sänger sehr beeindruckend. Ich bin immer erstaunt, was sie alles so bringen, mit so vieler Energie. Das Schönste war auch, dass es eine sehr interessante Kombination zwischen Modern und Traditionell war.  Die Show war einfach zu schnell vorbei.

Wie so oft hier, durften wir zum Schluss sogar Bilder mit den Künstlern machen.

Vinari, fotos mit Künstler

Vinari, fotos mit Künstler

Danach (als ich kurz meine Nase pudern ging) kam eine Person auf meine Cousine zu: „Sind sie Stefanie?“. ..
Sie schenkte uns eine Ermäßigung für einen Restaurant: sehr cool so berühmt zu sein!

Lichterkette und Weihnachtsdekoration

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag schon im Dezember machen. Nun ging die Zeit so schnell rum, dass ich nicht dazu kam. Jetzt ist Weihnachten schon mehr als einen Monat vorbei, das Thema der Weihnachtsdekoration aber nicht ganz… vielleicht sollte ich diese Deko nicht Weihnachtsdeko sondern einfach Winterdekoration nennen.

Tja, da Korea historisch gesehen kein Christliches Land ist, hat so eine Feier wie Weihnachten nicht so eine große Bedeutung (außer für die Christen natürlich). So ist die Adventszeit im Vergleich zu Baden-Württemberg nichts Besonderes. Einige Läden haben einen Weihnachtsmann oder ein Plastikbäum in die Vitrine stehen. Dass die Bäume aus Plastik sind kann ich sogar nachvollziehen: in Korea gibt es, soweit ich weiß keine Tannenbäume wie in Europa…. Was sollen die dann machen. Ich denke einen Ginko Baum hätte nicht denselben Effekt. Außerdem hat er in Winter auch keine Blätter mehr. Na ja, so eine Deko hing tatsächlich nur bis Weihnachten.

Was Beleuchtung angeht, ist es eine andere Sache. Hier werden nicht die Straßen schön beleuchtet, sondern nur die Hotels oder Luxusläden. Es kann vom schlichten weiß-Gelb bis zum Fasching-Stil gehen (also Bunt).

So viel mir eines Tages an der Einfahrt eines Luxushotels folgendes auf:

Einen Dezember Morgen stand einen Mann auf einer Leiter und war damit Beschäftigt, Lichterketten auf dem Baum aufzuhängen. Als ich circa drei Stunden später wieder vorbei kam war der Mann immer noch da – beim selben Baum! Da dachte ich, bei der Kälte ist er halt nicht so schnell.

Erst einige Tage später wurde mir klar warum er so lange gebraucht hatte: es wurden tausende von Kleine Lichter auf den Bäumen gehängt. Nun sieht es bei Nacht so aus, als ob die Bäume leuchtende Blätter hätten. Wunderschön.

Bei so einer Mühe hängen also diese Lichterketten immer noch am 31.01 und ich bin gespannt wie lange noch. In China hatte ich so eine Beleuchtung sogar im Sommer gesehen!

Trickeye Museum in Seoul

Wie unterhält man jemand, der zur Hyperaktivität neigt, der eine Vorliebe für Märchenerzählungen auf seinem Blog oder weitere sozialen Netzwerke hat, der schneller als sein Schatten alles mögliche Fotografieren kann…. Nein das ist nicht eine Beschreibung von mir – aber es bleibt in der Familie – und zwar mein Vater alias Tintin…

Tja da bin ich auf eine Coole Idee gekommen, die sogar meiner Mutter, Jo und mir gefallen hat: das Trickeye Museum in Seoul! http://www.trickeye.co.kr/

Mehr

Home delivery

Liefer Service

In Seoul braucht man kaum ein Auto. Die öffentliche Verkehrsmittel sind sehr gut so, dass man überall hinkommt. Wer einen großen Einkauf plant, kein Problem, die Ware kann nach Hause geliefert werden. Und wer zu faul ist zum Abendessen etwas zu kochen oder rauszugehen, lässt sich das Essen kostengünstig heim liefern… alles schön und gut, wenn man koreanisch kann.

Zwar schaffe ich es jetzt etwas im Restaurant auf koreanisch zu bestellen. Doch die Adresse zu geben ist etwas anderes. Die Adresse zu lesen ist nicht das Problem, aber … meine Aussprache ist noch nicht so perfekt. Was mache ich wenn die Person am andere Ende der Telefonleitung eine Frage hat, oder ich den Weg erklären sollte? – Hier gibt es keine oder sehr selten Straßen Namen. Wer seine Adresse erklären will, muss dann der nächste Laden oder Hotel oder sonst noch einen Anhaltspunkt mitteilen… Tja, da muss ich noch trainieren!

Vor einige Tagen kam eine koreanische Freundin zu Besuch nach Hause. Da musste ich einfach die Gelegenheit ausnutzen! Sie bestellte für uns drei und nach weniger als eine halbe Stunde war das warme Essen schon da! Alles schön eingepackt in richtigem Geschirr. Ist ja nämlich viel umweltfreundlicher. Und dass alles für kaum mehr als 10 € (für 3 Personen). Nach dem Essen stellten wir das leere Geschirr nach draußen, wie es hier so üblich ist. Der Lieferant sollte nach circa einer Stunde das Geschirr abholen…

Am nächsten Morgen stand es leider immer nicht vor der Tür! Und nun?!?

Okay Stef, sagte ich mir, kein Problem, dass wirst Du auch ohne Freundin meistern können.
So schrieb ich mir ganz genau alles was ich eventuell zu sagen hätte auf einem Blattpapier und rief an: 794-4205. Da tat sich nichts… okay die zweite Nummer: 794-4201. Genau den selben Ton.
Moment… Könnte es sein, dass es hier, genau wie in Deutschland eine lokale Vorwahl gibt?

Ich schaue im Internet. (was würde ich ohne Internet hier machen!) Genau so ist es!
Also nochmal mit 02 wählen.

Der Ton hat sich geändert. Nun höre ich eine Nachricht. Ist bestimmt die Warteschleife, dachte ich… nach dem 10. Versuch ist es mir doch seltsam vorgekommen.
So musste ich doch die Freundin anrufen und sie um Hilfe bitten.

Nach weniger als 10 Minuten rief sie mich zurück. Ja, die Nachricht sagte, dass es heute Ruhetag sei, bitte rufen sie morgen wieder an!

Mist. Was sollte ich nun mit dem Geschirr. Okay, wieder reinbringen und am nächsten Tag rausstellen.

Nach diesem zweiten Versuch hat es auch geklappt! Leider nicht ganz selbstständig.
Und ich traue mich immer noch nicht alleine zu bestellen!

Vorherige ältere Einträge