Das Wangkog Dorf in Goseong

Planung der drei Tägigen Reise: Johannes hat eine Karte Koreas gekauft. Als ich darauf schaue, sehe ich in der Nähe des Seoraksans einen kleinen Punkt: „Wangkog Folk Village“. Sollte so etwas wie ein Freilichtmuseum sein… dachte ich mir so. Als ich auf Internet mehr dazu finden wollte konnte ich leider so gut wie nichts finden. Egal, da haben wir uns nicht entmutigen lassen und haben auf dem Weg dort kurz angehalten.
Kurz vor dem Ort gab es tatsächlich so etwas wie einem Freilichtmuseum. Der war allerdings so was von Leer: richtiges Geisterdorf. Ich vermute, es gibt nur am Wochenende dort etwas zu sehen.


So weniger als einen Kilometer danach befindet sich das richtige Dorf. Laut Schild ist Wangkog das Dorf des Gangneung „Ham“ Klan. Die Häuser sind zwischen 50 und 180 Jahre alt und sahen wirklich so aus. Ich denke es handelte sich hier hauptsächlich um Bauernhöfe und in einigen stand sogar, dass man dort übernachten konnte. So etwas wie Bed and breakfast. Bin mir nicht so sicher, ob die Sanitärenanlagen da so modern sind. Aber wer es rustikal mag könnte dort sein Glück finden.
Leider wirkte das Dorf etwas verlassen. Ich vermute es ist hauptsächlich von älteren Bauern bewohnt deren Kinder in die Stadt gezogen sind. Aber sehenswert ist es trotzdem gewesen: es hat nämlich alles real gewirkt und das ist nicht immer so.

Seoraksan

Seoraksan


In Seoul steigen gerade die Temperaturen. So war ich überrascht, dass es an der Ostküste noch viel kühler ist. Wer sagt Küste denkt natürlich an das Meer aber in Korea gibt es auch Berge.
Da Johannes ein paar Tage frei genommen hat sind wir mit seinen Eltern also zum Seoraksan National Park gefahren. Laut Wiki ist „Der Seoraksan (Seorak-Berg) ist einer der Hauptgipfel des auf der Koreanischen Halbinsel liegenden Taebaek-Gebirges.“
Nach eine erste Übernachtung im Seoraksan Tourist Hotel (das direkt im Naturschutzgebiet neben einem schönen Tempel gebaut wurde) öffnete ich das Fenster und schaute hinaus. Ein Dicker weißer Nebel lag auf die Bergen bis vor dem Hotel. Das sah so aus, als ob die Wolken hier runter gekommen wären. Und schau da, durch einen kleinen Nebelloch saß er: ein großer dunkler Buddha. So ruhig beobachtete er die Weiße Umgebung.

Mehr