Inwangsan

Der Weg ist staubig, trocken und steil. Die Forsythien sind in voller Blüte und die Pinien Bäume immer noch so grün. Die Sonne strahlt mitten im schönen blauen Himmel. Und doch ist es kühl, ich denke es liegt am eiskalten Wind der gerade so heftig weht. Man könnte denken wir wandern gerade auf das Landesinnere in die französische Provence an einen frischen Frühlingsmorgen. Tja, es ist Frühling aber mitten in der Stadt Seoul! Eine Megalopole in der wandern in der puren  Natur möglich ist!

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Vinari

Manche würden bestimmt sagen es ist zu laut und sie würden dadurch nur taub werden. Was soll ich sagen, möglicherweise sind meine Ohren nicht sehr delikat, denn ich finde die koreanische Trommel einfach toll. Ja es kann laut werden aber das finde ich gerade so schön, wenn mehrere Künstler perfekt synchron spielen können und der ganze Raum vibriert! Da kriege ich richtig Gänsehaut!

So entschied ich mich mit Johannes und meiner Cousine vor kurz mal wieder einen Non-Verbale Show (ohne Text, kann also ein Konzert oder ein Theater Stück wo sehr wenig gesprochen wird) zu besuchen. Ich entschied mich für Vinari, eine moderne Show mit viel trommeln.

Nach fast ein Jahr in Korea hatte ich sogar den Mut die Karten telefonisch zu bestellen. Das Telefonat dauerte zwar ein wenig länger als geplant (nach 10-mal Stefanie auf Englisch  buchstabieren, wusste ich selber die englischen Buchstaben nicht mehr und geriet total durcheinander… ich bin nicht sicher, ob die Dame diese Buchstaben selber so genau wusste).

Aber es klappte doch! Und das schönste: als ich zum Schalter kam, um meine Karten abzuholen, war es in etwa so:

Stefanie: Hallo, ich möchte meine Karten für Vinari abholen.
Dame am Schalter: Oh! Sie sind Stefanie!
Stefanie: ….. euh, ja!
(ich wusste nicht, dass ich schon so berühmt hier bin)

Vinari, eine coole Trommel Show

Vinari, eine coole Trommel Show

 Die Show war ganz toll. Das Publikum durfte viel mitklatschen und mitmachen. Die Händen taten irgendwann mal sogar weh, aber egal die Stimmung war schön! Es war sehr lustig und die kleine Gruppe an Musikanten und Sänger sehr beeindruckend. Ich bin immer erstaunt, was sie alles so bringen, mit so vieler Energie. Das Schönste war auch, dass es eine sehr interessante Kombination zwischen Modern und Traditionell war.  Die Show war einfach zu schnell vorbei.

Wie so oft hier, durften wir zum Schluss sogar Bilder mit den Künstlern machen.

Vinari, fotos mit Künstler

Vinari, fotos mit Künstler

Danach (als ich kurz meine Nase pudern ging) kam eine Person auf meine Cousine zu: „Sind sie Stefanie?“. ..
Sie schenkte uns eine Ermäßigung für einen Restaurant: sehr cool so berühmt zu sein!

Lichterkette und Weihnachtsdekoration

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag schon im Dezember machen. Nun ging die Zeit so schnell rum, dass ich nicht dazu kam. Jetzt ist Weihnachten schon mehr als einen Monat vorbei, das Thema der Weihnachtsdekoration aber nicht ganz… vielleicht sollte ich diese Deko nicht Weihnachtsdeko sondern einfach Winterdekoration nennen.

Tja, da Korea historisch gesehen kein Christliches Land ist, hat so eine Feier wie Weihnachten nicht so eine große Bedeutung (außer für die Christen natürlich). So ist die Adventszeit im Vergleich zu Baden-Württemberg nichts Besonderes. Einige Läden haben einen Weihnachtsmann oder ein Plastikbäum in die Vitrine stehen. Dass die Bäume aus Plastik sind kann ich sogar nachvollziehen: in Korea gibt es, soweit ich weiß keine Tannenbäume wie in Europa…. Was sollen die dann machen. Ich denke einen Ginko Baum hätte nicht denselben Effekt. Außerdem hat er in Winter auch keine Blätter mehr. Na ja, so eine Deko hing tatsächlich nur bis Weihnachten.

Was Beleuchtung angeht, ist es eine andere Sache. Hier werden nicht die Straßen schön beleuchtet, sondern nur die Hotels oder Luxusläden. Es kann vom schlichten weiß-Gelb bis zum Fasching-Stil gehen (also Bunt).

So viel mir eines Tages an der Einfahrt eines Luxushotels folgendes auf:

Einen Dezember Morgen stand einen Mann auf einer Leiter und war damit Beschäftigt, Lichterketten auf dem Baum aufzuhängen. Als ich circa drei Stunden später wieder vorbei kam war der Mann immer noch da – beim selben Baum! Da dachte ich, bei der Kälte ist er halt nicht so schnell.

Erst einige Tage später wurde mir klar warum er so lange gebraucht hatte: es wurden tausende von Kleine Lichter auf den Bäumen gehängt. Nun sieht es bei Nacht so aus, als ob die Bäume leuchtende Blätter hätten. Wunderschön.

Bei so einer Mühe hängen also diese Lichterketten immer noch am 31.01 und ich bin gespannt wie lange noch. In China hatte ich so eine Beleuchtung sogar im Sommer gesehen!

Trickeye Museum in Seoul

Wie unterhält man jemand, der zur Hyperaktivität neigt, der eine Vorliebe für Märchenerzählungen auf seinem Blog oder weitere sozialen Netzwerke hat, der schneller als sein Schatten alles mögliche Fotografieren kann…. Nein das ist nicht eine Beschreibung von mir – aber es bleibt in der Familie – und zwar mein Vater alias Tintin…

Tja da bin ich auf eine Coole Idee gekommen, die sogar meiner Mutter, Jo und mir gefallen hat: das Trickeye Museum in Seoul! http://www.trickeye.co.kr/

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Architektur in Seoul

Hallo liebe Leser,

Ich wünsche Euch allen alles gute für das neue Jahr 2013. Vielleicht wissen es schon einige, meine Eltern waren über die Feiertage hier in Seoul. Trotzt Kälte hatten wir eine schöne Zeit. Wir haben so viel unternommen, da hatte ich leider wenig Zeit für meinen Blog. Nun bin ich wieder da!

Beim durchblättern der über 1.200 Bilder ist mir ein Thema aufgefallen, und zwar die Architektur von Seoul oder genauer gesagt, die mangelnde/chaotische Stadtplanung.

Nun bin ich jetzt einige Monate in Seoul und mir ist aufgefallen, dass im Gegensatz zu Städten wie Paris, Berlin oder Rom, es hier wenig wirklich alte Gebäude zu finden sind. Das scheint auf unterschiedliche Gründe zu basieren. Mehr

Seoul – Dongdaemun 2

Stoff und Wolle kaufen – Teil 2

An einem anderen Tag entschied ich mich und eine Freundin ganz spontan nach Wolle zu suchen. Da gingen wir natürlich wieder zum Dongdaemun Markt.

Im Untergeschoss einer der vielen Gebäude wurden wir fündig. Hier sind die viele Stände, einer nach der andere mit Wolle vollgepackt. Der Unterschied zur Stoffabteilung: hier stehen die Verkäufer/Verkäuferinnen, unterhalten sich laut und fröhlich mit dem Nachbarstand, schauen nach den Kunden und stricken während dessen ununterbrochen! Mir viel schnell auf, dass in einige dieser kleinen Stände, mehrere Leute saßen und strickten. Warum auch nicht.

Auf einmal fiel mir einen sehr hübschen rosa Schall mit Mütze ins Auge. Da musste ich einfach mein bestes koreanisch ausrücken:
„Olmayeyo?“ (Wie viel kostet das?)
„Pisayo!“ (zu teuer!) sagt die Verkäuferin.

Eine Verkäuferin die zu teuer sagt? Tja. Da, da suchte sie der Taschenrechner aus (habe ich schon erwähnt, dass ein Taschenrechner eine Supersache ist, wenn man Zahlen nicht aussprechen/verstehen kann), und tippte: 105.000 Won ein. Das sind circa 75 Euro.

Okay gut. So schnell ließ ich mich nicht entmutigen. Mit Hände und Füßen gab ich zu verstehen, dass sie mir doch bitte den Preis der dazu passende Wolle geben sollte. Der war eher in meinem Budget und so dachte ich, das kann ich ja selber machen. Nur fehlte noch eines: diesen Muster kannte ich nicht.

Halleluja, mein Handy war da: wie sagt man „Erklärung“ auf Koreanisch, fragte ich dem Lexikon nach. So zeigte ich diese Übersetzung der Verkäuferin. Sie war davon wenig beeindruckt, packte meine frisch gekaufte Wolle aus und fing an zu stricken!

Genau, so läuft das hier: Learning by doing. Nun stand ich fast 40 Minuten bei der Dame (sie ließ mich nicht weggehen solange ich es nicht richtig verstanden hatte), meine Freundin filmte das ganze (damit ich auch zu hause noch nachschauen konnte), und ich lernte wie diesen Muster zu stricken war.

Unglaublich aber war: ich habe es sogar geschafft. Nach circa 4 Tage war der Schall fertig!
(Die Mütze ohne Erklärung schon eine andere Kategorie… vielleicht gehe ich wieder hin und frag mal nach!)

Eat your Kimchi

Bloggers wie ich, die Ihre Auslandserfahrungen mitteilen, gibt es wirklich viele. Jetzt habe ich aber einen anderen Blog Stil entdeckt, und zwar den Videoblogs. So möchte ich euch, (leider nur für deinigen die englisch verstehen) den Videoblog http://www.eatyourkimchi.com vorstellen.

Ein Ehepaar aus Kanada ist vor circa 5 Jahre nach Seoul gezogen und haben von Anfang an Ihr Leben in Seoul per Video dokumentiert. Sie sind jetzt ziemlich berühmt geworden. Es erinnert mich ein wenig an der französischen Sendung „Un Gars/ Une fille“… nur das es kein Film ist.

Die zwei sind sehr lustig, besonders auch die Katze oder der Hund, die regelmäßig und unerwartet mitten vor der Kamera springen.

Also viel Spaß beim anschauen!

Martina und Simon - Eatyourkimchi.com

Martina und Simon – Eatyourkimchi.com

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