3D Menus in Korea

3D Menüs in Korea

Wie wählt man am besten die Speisen, die man im Restaurant bestellen möchte?

Bis jetzt hätte ich gesagt, man schaut ganz einfach auf das Menü, das auf dem Tisch steht oder das die Bedienung uns in die Hand gedrückt hat. Eine schön geschriebene Zusammenfassung der Auswahl steht auf ein Blatt Papier oder wurde in ein kleines Heft zusammen gebunden. Wenn der Tourist glück hat, gibt es eine englische Variante und sonst muss er mit der deutschen oder französischen klar kommen. So ist es zu mindestens in Frankreich, Deutschland oder Österreich.

Mit der Fremdsprache ist es in Korea auch nicht anders. Die Menüs im klassischen Sinn sind oft auf Koreanisch. Aber, wer  hätte das gedacht, kann es hier leicht anders sein (und soweit ich es selber mitbekommen habe auch in China und Japan). Menüs gibt es in verschiedene Varianten:

1/ die geschriebene Menüs wie in Europa in einem Heft zusammengefasst oder auch auf die Wände des Restaurants plakatiert.

2/ Fotos der Speisen werden im Menü Heft, auf die Wände oder am besten noch in die Vitrine abgebildet. 3/ Was mich am meisten inspiriert:  die 3D Menüs! Es werden tatsächlich Plastik Kopien der Speisen in den Vitrinen gestellt! Und diese sehen oft besonders realistisch aus. (manchmal sehen die sogar leckerer aus, als die Speise die letztendlich serviert werden) Sie sind besonders cool wenn man die Karten auf Koreanisch nicht lesen/verstehen kann!

Wenn ich mir den Name der Speise nicht merken kann mache ich schnell ein Foto der 3D Speise die ich haben möchte, zeige es der Bedienung und so klappt die Bestellung akzentfrei und problemlos!! Da ich nun total Smartphone abhängig bin geht das Photographien auch schnell!

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Cherry blossom in Seoul – Kirschblüten in Seoul

Anfang des Frühlings ist Kirschblüte Zeit in Korea. Wer gedacht hat, dass diese schöne Bäume nur in Japan zu sehen sind, irrt sich…aber nur teilweise. Denn die Bäume mit den wunderschönen Blüten wurden tatsächlich von den Japanern während der Besatzungszeit in Korea eingeführt. Die Japaner wollten sich nämlich ein wenig wie daheim fühlen. Die Beobachtung der schönen Bäume im Frühling wurde nach der Abreise der Japaner nicht ganz eingestellt. Doch wurden viele Bäume abgeschafft: es erinnerte zu sehr an den Feinden, die manchmal die Kirschblütenbäume an gezielte Stellen gepflanzt hatten, und zwar heilige Plätze (also, wenn ich es richtig verstanden habe, wollten sie die Koreaner dadurch doch ein wenig ärgern). http://en.wikipedia.org/wiki/Cherry_blossom#South_Korea
Was ich auch interessant fand: diese Kirschbäume machen gar keine Früchte, sondern nur schöne Blüten.
Letzte Woche bin ich mit einer Freundin zum Frühlingsblumenfest auf die Insel Yeouido (한강 여의도 봄꽃축제) hinter der Nationalversammlung gegangen. Dort gibt es einen wunderschönen lange Kirschblüten weg… der voll mit Touristen ist. Dort wachsen angeblich zwischen 1400-1600 Kirschbäume. http://german.visitkorea.or.kr/ger/SI/SI_GE_3_2_5.jsp?cid=702941

Aber sieht die Bilder selbst

(und Nein, ich habe weder zugenommen, noch habe ich ein Babybauch, und schwanger bin ich auch nicht 🙂 Das eine Bild sieht nur so aus und ich hatte es nicht gemerkt. Ist aber lustig : nun fühle ich mich noch mehr wie ein Superstar: aufgrund eines Bildes gehen Baby Gerüchte einmal durch die Welt! Ganz Süß

Inwangsan

Der Weg ist staubig, trocken und steil. Die Forsythien sind in voller Blüte und die Pinien Bäume immer noch so grün. Die Sonne strahlt mitten im schönen blauen Himmel. Und doch ist es kühl, ich denke es liegt am eiskalten Wind der gerade so heftig weht. Man könnte denken wir wandern gerade auf das Landesinnere in die französische Provence an einen frischen Frühlingsmorgen. Tja, es ist Frühling aber mitten in der Stadt Seoul! Eine Megalopole in der wandern in der puren  Natur möglich ist!

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Schneeball von Rothenburg ob der Tauber

Schneeball1Vor circa 6 Jahren stand ich mitten in Rotenburg ob der Tauber vor eine Bäckerei. In die Vitrine war ein Fernseher der die Herstellung der einheimischer Spezialität zeigte: die Rothenburger Schneebälle. Natürlich kaufte ich eins um es zu probieren.

Jetzt werde ich Euch bestimmt überraschen: die Neueste Kulinarische Nascherei in Seoul: die Rothenburger Schneebälle in allen Variationen! Und als Service für die Käufer, wird das gekaufte Schneeball noch vor Ort in die Plastiktüte kaputt gehackt. Tja, ist ja sonst nicht so einfach diese Kugel klein zu kriegen!

Wer das importiert hat weiß ich nicht. Ich frage mich aber, ob die Rothenburger wissen, wie weit dieses Gebäck gekommen ist!

Lichterkette und Weihnachtsdekoration

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag schon im Dezember machen. Nun ging die Zeit so schnell rum, dass ich nicht dazu kam. Jetzt ist Weihnachten schon mehr als einen Monat vorbei, das Thema der Weihnachtsdekoration aber nicht ganz… vielleicht sollte ich diese Deko nicht Weihnachtsdeko sondern einfach Winterdekoration nennen.

Tja, da Korea historisch gesehen kein Christliches Land ist, hat so eine Feier wie Weihnachten nicht so eine große Bedeutung (außer für die Christen natürlich). So ist die Adventszeit im Vergleich zu Baden-Württemberg nichts Besonderes. Einige Läden haben einen Weihnachtsmann oder ein Plastikbäum in die Vitrine stehen. Dass die Bäume aus Plastik sind kann ich sogar nachvollziehen: in Korea gibt es, soweit ich weiß keine Tannenbäume wie in Europa…. Was sollen die dann machen. Ich denke einen Ginko Baum hätte nicht denselben Effekt. Außerdem hat er in Winter auch keine Blätter mehr. Na ja, so eine Deko hing tatsächlich nur bis Weihnachten.

Was Beleuchtung angeht, ist es eine andere Sache. Hier werden nicht die Straßen schön beleuchtet, sondern nur die Hotels oder Luxusläden. Es kann vom schlichten weiß-Gelb bis zum Fasching-Stil gehen (also Bunt).

So viel mir eines Tages an der Einfahrt eines Luxushotels folgendes auf:

Einen Dezember Morgen stand einen Mann auf einer Leiter und war damit Beschäftigt, Lichterketten auf dem Baum aufzuhängen. Als ich circa drei Stunden später wieder vorbei kam war der Mann immer noch da – beim selben Baum! Da dachte ich, bei der Kälte ist er halt nicht so schnell.

Erst einige Tage später wurde mir klar warum er so lange gebraucht hatte: es wurden tausende von Kleine Lichter auf den Bäumen gehängt. Nun sieht es bei Nacht so aus, als ob die Bäume leuchtende Blätter hätten. Wunderschön.

Bei so einer Mühe hängen also diese Lichterketten immer noch am 31.01 und ich bin gespannt wie lange noch. In China hatte ich so eine Beleuchtung sogar im Sommer gesehen!

Trickeye Museum in Seoul

Wie unterhält man jemand, der zur Hyperaktivität neigt, der eine Vorliebe für Märchenerzählungen auf seinem Blog oder weitere sozialen Netzwerke hat, der schneller als sein Schatten alles mögliche Fotografieren kann…. Nein das ist nicht eine Beschreibung von mir – aber es bleibt in der Familie – und zwar mein Vater alias Tintin…

Tja da bin ich auf eine Coole Idee gekommen, die sogar meiner Mutter, Jo und mir gefallen hat: das Trickeye Museum in Seoul! http://www.trickeye.co.kr/

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Seoul – Dongdaemun

Stoff und Wolle kaufen – Teil 1

Hatte ich schon erwähnt, dass das Konzept der Konkurrenz je nach Länder unterschiedlich ausgelebt wird. Einen deutschen oder französischen Ladenbesitzer wird es meistens vermeiden direkt neben einen Mitbewerber seinen Geschäft zu öffnen.

In Korea schaut die Situation ganz anders aus. Hier werden nicht nur ähnliche Läden in der selben Straßen eröffnet, nein, hier werden sogar ganze Straßen mit ähnliche Läden befüllt.
So gibt es zum Beispiel die „Wedding Street“, in der man nur Hochzeitskleidung findet, die „Baker street“, der Bäckerparadis, das E-Market, wo die ganzen Elektrogeräte verkauft werden und und und….

Der Gedanke der dahintersteckt ist folgender: wenn alle Läden, die eine vergleichbare Ware verkaufen am selben Ort sind ist es: A/ Einfacher zu finden, B/ Müssen die Verkäufer die niedrigsten Preise anbieten sonst geht ja der Kunde direkt beim Nachbar.

Vor kurzem haben Freundinnen und ich der Stoff- und Wollparadies entdeckt und zwar im Viertel Dongdaemun! In circa 26 riesige Gebäude sind hier nicht nur Kleidung sondern auch Stoff, Wolle und alles was dazugehört zu kaufen.

Wer das noch nicht gesehen hat kann es sich gar nicht vorstellen. Hunderte von Stände quetschen sich in den Gebäuden. Stoff oder Wolle soweit das Auge reicht!! Meistens ist es schon schwierig sich in den Gängen zu bewegen. Wenn ja, dann kommt einem vielleicht noch einen Lieferanten entgegen, der seine Ware in RIESIGEN Paketen auf dem Rücken trägt (anders würde es wahrscheinlich nicht funktionieren, weil es so eng ist. Aber in Deutschland würde so etwas absolut unmöglich sein). Und wenn man sich bewegen kann ist es auch nur die halbe Miete: man muss auch noch seinen Weg finden, denn es ist einen richtigen Labyrinth auf mehrere Etagen.

So wollte ich also Stoff für meinem Esstisch kaufen. Wer sich nicht ausdrücken kann, trickst so gut er kann: ich hatte also meinem Tisch und seine Ausmaße ganz brav auf einen Zettel schon gezeichnet. Als ich den gewünschten Stoff entdeckt hatte, bezahlte ich und warte ganze erwartungsvoll dass die Verkäuferin mir das Päckchen überreicht. Aber nein. Sie griff Ihr Handy, rief jemand an, halte das Paket immer noch festgeklammert.
Tja, seitdem ich in Seoul bin, bin ich da ganz locker geworden (wenn man auch nichts sagen kann…) nun gut, wenn sie es mir nicht jetzt gibt dann vielleicht in einige Minuten.

Auf einmal kam eine andere Dame. Das Paket tauschte den Besitzer… euh, wie Bitte ich war doch der neue Besitzer! In meine Hände war das Stoff noch nicht!!
Und die neue Dame lief davon. Wie bitte?
Die Verkäuferin schaut mich noch an, so nach dem Motto: „Was machst Du denn noch da?„ Zeigt auf der andere Dame und dann ging es „Blablalblabla blup, Bali bali“
„Bali bali!“ Das habe ich verstanden: es heißt „schnell schnell“. Nun gut, ich um meine Freundinnen rennen der Dame hinterher. Eine Etage hoch, drei Etage runter, Links, Rechts, Kopf runter wegen überdimensionales Paket, Gerade aus und sonst noch wie. Und da setzte sich die Dame an einem Nähtisch!

Okay alles mit der Ruhe. Das war die Schneiderin. Nachdem ich mein Bild wieder zeigte, legte sie los und… nach weniger als 4 Minuten war die Tischdecke fertig!

Was soll ich dazu sagen. Unaufgefordert, wurde die Decke genäht. Um den Preis und diese Geschwindigkeit war ich trotzdem froh. Seien wir uns ehrlich: ich kann ja gar nicht nähen. Beim Versuch wäre ich bestimmt zwei Tage damit beschäftigt gewesen!

Mehr dazu: http://www.lifeinkorea.com/Travel2/15

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